Delegiertentagung 2010 in Viersen

Diözesanverbandsversammlung der Katholischen Familienheimbewegung e. V. in der „Generatorenhalle" in Viersen 

Familiengerechtes Wohnen braucht politische Weitsicht

 „Wir brauchen familiengerechte Wohnungen und das entsprechende Wohnumfeld in Stadt und Land", mit diesem Appell richtete sich Andreas Hesener, Geschäftsführer der Familienheimbewegung während der Diözesanverbandsversammlung vor rund 160 Delegierten am 8. Mai 2010 in der Generatorenhalle in Viersen an die Politik.

Die sozialpolitische Bedeutung werde in „Lippenbekenntnissen" zwar immer wieder betont, zeige sich aber zu selten in konkreten Ergebnissen der politischen Arbeit.

„Wenn ich das ganze mal in einem kurzen Satz überspitzt zusammenfasse, kann man auch sagen, da wo das Wohnumfeld familiengerecht und lebenswert ist, brauche ich auch später weniger Streetworker und Sozialarbeiter, die das Wohnquartier betreuen müssen", beschrieb Hesener vor den Delegierten plastisch die Auswirkungen aktiver Wohnungsbaupolitik. Seit Jahrzehnten, so der Geschäftsführer, belege Deutschland im europäischen Vergleich den letzten Platz bei den Neubauten. „Was wir benötigen, ist eine auf Weitsicht ausgerichtete Politik, damit wir nicht später kurzfristige Hauruck-Lösungen suchen müssen", so Hesener.

Zudem zeige sich in der heutigen Zeit, dass das eigene Haus als Alters- und Pflegevorsorge ausgesprochen sinnvoll sei. Erst jüngst habe das Statistische Bundesamt festgestellt, dass der finanzielle Vorteil im Alter so schlecht nicht ist. Durchschnittlich 530 Euro Miete können im Alter nach heutiger Datenlage gespart werden. „Leider stellen wir in unserer täglichen Arbeit fest, dass junge Menschen heute weniger Planungssicherheit haben", führte Hesener weiter aus. Gründe die gegen eine Familiengründung und dadurch auch einen möglichen Eigentumserwerb sprechen würden seien: Angst aus Sorge um den Arbeitsplatz, befristete Arbeitsverträge, schlecht bezahlte Beschäftigungsverhältnisse und die Unsicherheit bei der Standortfrage.

Neben den Familien sind es aber auch die älteren Generationen, die zunehmend vor Schwierigkeiten stünden. Eine alternde Gesellschaft brauche alternative, altersentsprechende Wohnformen. „Egal, was gemacht wird, der Mensch muss bei alledem in den Mittelpunkt gerückt werden", betonte Hesener.

Die Katholische Familienheimbewegung setzt sich seit 57 Jahren für ihre Mitglieder ein. Und die Entwicklung, so Reinhard Stumm (Bergheim), 1. Vorsitzender des Gesamtverbandes, sei weiter ausgesprochen positiv. Als einer der ganz wenigen katholischen Verbände kann die Katholische Familienheimbewegung weiter über steigende Mitgliederzahlen berichten. Dies hängt nach Ansicht des Vorsitzenden mit einem Faktor zusammen: „Wir sind für unsere Mitglieder der ADAC des Wohneigentümers."

Wahlen

Diözesanverband Aachen: 

Walter Schmitz (Aachen) als Vorsitzender, Achim Schulz (Aachen) und Andreas Hesener (Münster) als Stell-vertreter. Kaplan Roland Klugmann (Aachen) als Geistlicher Beirat. Kurt Lauer (Eschweiler), Matthias Bergmeier (Meerbusch), Heinz Tiemann (Herzogenrath-Merkstein), Willy Seidel (Herzogenrath), Elke Kessels (Eschweiler), Josef Driessen (Aachen), Norbert Koll (Aachen) und Fritz Schuhl (Düren).

Diözesanverband Essen:  

Lothar Schäfer (Bochum) als Vorsitzender, Ulrich Herker (Bochum-Weitmar), Rudolf Kleverbeck (Hattingen) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Prälat Paul Neumann (Bochum-Wattenscheid) als Geistlicher Beirat. Alois Ackermann (Hattingen), Adelgunde Pfülf (Gelsenkirchen), Bernhard Pries (Essen), Brigitte Pries (Essen), Norbert Klees (Hattingen-Blankenstein), Stephan Peters (Essen), Theo Imkamp (Essen), Heinz-Theo Haske (Hattingen), Rolf Peter Buchholz (Essen) und Peter Schierbock (Lüdenscheid).

Diözesanverband Köln:

Heinz Erkens (Köln) als Vorsitzender. Josef Büscher (Pulheim), Reinhard Stumm (Bergheim-Kenten), Johannes Oeser (Köln) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Pfarrer Hans-Gerd Wolfgarten (Kerpen-Sindorf) als Geistlicher Beirat. Albert Peter (Köln), Bernhard Rudl (Bergheim), Doris Krach (Pulheim), Dietmar Möller (Pulheim), Brunhild Lucas (Köln) und Werner Spiller (Köln).

Diözesanverband Münster:

Albert Nasse (Hamm) als Vorsitzender. Andreas Hesener (Münster), Bernd Lindner (Münster) und Manfred Opgenorth (Bedburg-Hau) als Stellvertreter. Pfarrer Heinrich Wernsmann (Steinfurt) als Geistlicher Beirat. Bernhard Laukamp (Coesfeld), Klaus Muhle (Selm), Thomas Richters (Coesfeld), Egon Wältermann (Ahlen), Margret Bömler (Oelde), Alfred Braun (Werne), Walter Rutz (Münster) und Joachim Piechaczek (Lippetal).

Diözesanverband Paderborn:

Manfred Sperling (Minden) als Vorsitzender, Hermann-Josef Geismann (Hemer) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Pfarrer Lothar Brieskorn (Hamm) als Geistlicher Beirat. Werner Hammerhofer (Lünen), Hans Siebers (Geseke), Stephan Rabe (Hamm), Jürgen Stach (Herne), Helmut Althoff (Hamm), Manfred Filipponi (Bergkamen), Manfred Hein (Minden) und Hermann Klahold (Bad Driburg).

Die Katholische Familienheimbewegung e. V. mit Hauptsitz in Münster ist ein Interessen-verband für Familien, die Wohneigentum anstreben oder bereits ein Eigenheim besitzen. Der 1953 von katholischen Priestern und Laien gegründete Mitgliederverband ist in den fünf Nordrhein-Westfälischen Bistümern Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn tätig und damit Ansprechpartner von über 16.500 Mitgliedsfamilien in NRW.

Katholische Familienheimbewegung e. V., Neubrückenstraße 60, 48143 Münster, Tel.: 0251/4901811  

Vom_Bauherrn_zum_Hausherrn_Referat_Dr._Kleffner__Viersen_08.05.2010.pdf

30 K

Delegiertentagung 2010 in Viersen

Bilder von der Diözesanverbandsversammlung der Katholischen Familienheimbewegung (VKS - Delegiertentagung)

 

Archiv

>> Delegiertentagung 2008

>> Delegiertentagung 2006