Delegiertentagung 2012 in Solingen



Verbandstag 2012 der Katholischen Familienheimbewegung e. V. in Solingen:

Familien bei der Wohnungspolitik nicht aus dem Blick verlieren.

Der Wunsch nach Wohneigentum bei Familien ist stark wie eh und je. Nach dem Verlesen des Grußwortes des Erzbischofs von Köln, Kardinal Joachim Meisner, konnte Reinhard Stumm (Bergheim), 1. Vorsitzender des Gesamtverbandes der Katholischen Familienheimbewegung e. V., bei seiner Begrüßung der diesjährigen Verbandsversammlung, an der rund 200 Delegierte aus ganz NRW am Samstag, den 21.04.2012 im Theater und Konzerthaus Solingen teilnahmen, beeindruckende Zahlen verkünden. Seit dem letzten Verbandstag im Jahre 2010 in Viersen konnte der Verband bis heute rund 2.200 neue Mitgliedsfamilien aus ganz Nordrhein-Westfalen aufnehmen. „Ein deutliches Indiz dafür, dass die Menschen eine gute Wohnsituation und eine sichere und berechenbare Altersvorsorge ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen haben" so Reinhard Stumm. „Zu dem erspare ein gutes familiengerechtes Wohnumfeld zu einem späteren Zeitpunkt die Investition in pädagogische Konzepte und Sozialarbeit". 

Die Mitglieder des Verbandes diskutierten auf dem Verbandstag die Auswirkungen der Wohnungspolitik beim Wohneigentum und der energetischen Sanierung von Wohngebäuden:

Der Geschäftsführer des Gesamtverbandes, Andreas Hesener (Münster), warnte davor, die Familien bei der aktuellen wohnungspolitischen Diskussion, die sich nur noch auf Barriere-freiheit und Energiesparmaßnahmen reduziert, die Familien nicht aus dem Blick zu verlieren:  Er kritisierte besonders die familienfeindliche Senkung der Fördermittel für die Wohneigen-tumsförderung in NRW bei gleichzeitiger Anhebung der Grunderwerbssteuer von 3,5% auf 5%,  die sich verheerend auf den finanziellen Handlungsspielraum der Familien auswirkt. Geld, was Familien zum Beispiel auch für die energetische Sanierung von Gebrauchtimmobilien gut gebrauchen könnten". Auch die bürokratischen Riester-Förderinstrumente zum Wohneigentum lösen diese Probleme bei weitem nicht", so Hesener. Eine Forderung stellte der Geschäfts-führer an die Städte und Gemeinden: „Bei Gewerbegrundstücken werden die Preise gegenseitig unterboten, bei Grundstückspreisen für selbstgenutztes Wohneigentum vor allem in unseren Städten gibt es nach oben hin kaum Grenzen. Unsere Familien werden damit in letzter Konsequenz zur Stadtflucht aufgefordert. Doch die Stadt, die Familien verliert, wird langfristig verlieren", so Hesener.

Auch die steigenden Energiepreise und die energetische Sanierung von Gebäuden sprach er an: „Eigenheimbesitzer haben grundsätzlich ein hohes Interesse an niedrigen Energiekosten und sind bereit, im Rahmen Ihrer Möglichkeit und der wirtschaftlichen Vertretbarkeit in ihr Haus zu investieren. Hilfreich wäre hierbei jedoch eine noch einfachere und unbürokratischere Förderpraxis der KFW-Bank". 

Der Direktor der Katholisch-Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach Monsignore Professor Dr. Peter Schallenberg, hielt in lockerer, humorvoller und unterhaltsamer Art ein bemerkenswertes Referat zum Thema „die Katholische Soziallehre und das Wohneigentum - ein Auslaufmodell?" Die Zuhörer honorierten den kurzweiligen Vortrag mit viel Applaus.

Im Anschluss an das offizielle Programm besichtigten die Delegierten, - auch auf Empfehlung des Oberbürgermeisters von Solingen, Norbert Feith, der an der Tagung als Gast teilnahm - das Klingenmuseum.

Bei den Vorstandswahlen wurden folgende Delegierte gewählt :

Diözesanverband Aachen:

Walter Schmitz (Aachen) als Vorsitzender. Achim Schulz (Aachen) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Pfarrer Roland Klugmann (Aachen) als Geistlicher Beirat. Kurt Lauer (Eschweiler), Heinz Tiemann (Herzogenrath-Merkstein), Willy Seidel (Herzogenrath), Elke Kessels (Eschweiler), Josef Driessen (Aachen), Norbert Koll (Aachen) und Fritz Schuhl (Düren).

Diözesanverband Essen:

Lothar Schäfer (Bochum) als Vorsitzender. Ulrich Herker (Bochum-Weitmar), Rudolf Kleverbeck (Hattingen) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Prälat Paul Neumann (Bochum-Wattenscheid) als Geistlicher Beirat. Alois Ackermann (Hattingen), Adelgunde Pfülf (Gelsen-kirchen), Bernhard Pries (Essen), Brigitte Pries (Essen), Norbert Klees (Hattingen-Blanken-stein), Stephan Peters (Essen), Theo Imkamp (Essen), Heinz-Theo Haske (Hattingen), Rolf Peter Buchholz (Essen) und Stud.-Dir. Peter Schierbock (Lüdenscheid).

Diözesanverband Köln:

Heinz Erkens (Köln) als Vorsitzender. Josef Büscher (Pulheim), Reinhard Stumm (Bergheim-Kenten), Johannes Oeser (Köln) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Pfarrer Hans-Gerd Wolfgarten (Kerpen-Sindorf) als Geistlicher Beirat. Albert Peter (Köln), Bernhard Rudl (Bergheim), Doris Krach (Pulheim), Dietmar Möller (Pulheim), Brunhild Lucas (Köln), Werner Spiller (Köln), Dieter Kiefer (Köln) und Heinrich Szyroki (Köln). 

Diözesanverband Münster:

Albert Nasse (Hamm) als Vorsitzender. Andreas Hesener (Münster), Bernd Lindner (Münster) und Manfred Opgenorth (Bedburg-Hau) als Stellvertreter. Pfarrer Heinrich Wernsmann (Steinfurt) als Geistlicher Beirat. Bernhard Laukamp (Coesfeld), Klaus Muhle (Selm), Thomas Richters (Coesfeld), Egon Wältermann (Ahlen), Margret Bömler (Oelde), Alfred Braun (Werne), Walter Rutz (Münster), Joachim Piechaczek (Lippetal), Manuela Scholz (Oelde), Reinhold Richter (Oelde), Josef Gärtner (Werne) und Thomas Eickholt (Drensteinfurt).  

Diözesanverband Paderborn:

Manfred Sperling (Minden) als Vorsitzender. Hermann-Josef Geismann (Hemer) und Andreas Hesener (Münster) als Stellvertreter. Pfarrer Lothar Brieskorn (Hamm) als Geistlicher Beirat. Stephan Rabe (Hamm), Jürgen Stach (Herne), Helmut Althoff (Hamm), Manfred Filipponi (Bergkamen), Manfred Hein (Minden) und Hermann Klahold (Bad Driburg).

 

 

 

 

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