Pressemitteilung - Mitgliederversammlung vom 26.10.2010
Schlechtes Klima für das Eigentum ?
Katholische Familienheimbewegung diskutiert über Energiekonzept und Wohnungspolitik Mitgliederversammlung der Katholischen Familienheimbewegung in Münster (26.10.2010)
Über das Energiekonzept der Bundesregierung, die geplanten Kürzungen der NRW-Landesregierung bei der Eigentumsförderung und immer neue finanzielle Hürden für Hauseigentümer und dessen Auswirkungen, darüber diskutierten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung des Gesamtverbandes der Katholischen Familienheimbewegung e.V. am Dienstag, 26.10.2010.
Der 1. Vorsitzende Reinhard Stumm aus Bergheim begrüßte die Delegierten des Gesamt-verbandes der NRW-Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn in der Verbandszentrale des Gesamtverbandes in Münster.
Andreas Hesener, Geschäftsführer des Gesamtverbandes kritisierte in seinem Geschäftsbericht das Energiekonzept der Bundesregierung. Dieses sieht vor, bis 2020 eine Reduzierung des Wärmebedarfs um 20 % und bis 2050 eine Reduzierung des Energieverbrauches um 80 % zu erreichen.
„Grundsätzlich sehen wir die Notwendigkeit von klimafreundlichen Gebäuden. Es ist aber wichtig für den Hausbesitzer, dass kein lebensfremdes Utopia per Ordnungsrecht herbeigeführt wird, sondern machbare, vertretbare und verhältnismäßige Regelungen für die Eigenheimbesitzer gefunden werden. Die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und der Respekt vor dem Eigentum müssen gewahrt bleiben. Gerade ältere Immobilienbesitzer und junge Familien, die vor der Entscheidung stehen, Wohneigentum anzuschaffen, brauchen Planungssicherheit und eine Handlungsvorgabe, die der Lebenswirklichkeit entspricht. Wir sind aber jederzeit zu einem konstruktiven Dialog mit der Politik bereit“ so Andreas Hesener.
Weitere hohe Kosten sieht der Geschäftsführer durch das Landeswassergesetz auf die Hauseigentümer zukommen. Bis zum 31.12.2015 müssen Hauseigentümer einen Dichtheits- nachweis für Ihre private Abwasserleitung erbringen. Wird die Prüfung nicht bestanden, ist oft eine sehr teure Sanierung der Abwasserleitung fällig.
Ein weiterer Diskussionspunkt war die geplante Änderung der Eigentumsförderung in Nordrhein- Westfalen. Die neue Landesregierung plant eine drastische Kürzung der Eigentumsförderung zu Gunsten des Mietwohnungsbaus. Familiengerechter Wohnraum im Eigentum – ist nach wie vor der größte Wunsch von 80% der Familien in Deutschland. „Vermutlich haben die verantwortlichen Politiker auf dieser Ebene das Gefühl für die Wünsche und Bedürfnisse der Familien gänzlich verloren“ so der Geschäftsführer.
Vorsitzender Reinhard Stumm konnte dann noch positive Nachrichten bezüglich der Mitgliederentwicklung des Verbandes vermelden:
„In den vergangenen 2 Jahren sind dem Verein rund 2.000 neue Familien beigetreten. Hier zeigt sich, wie wichtig unsere Arbeit im Interesse der Haus- und Wohnungs-eigentümer und denen, die es noch werden wollen, ist“ so Reinhard Stumm. „Die Familien haben erkannt, dass ein Dachverband hier wertvolle Hilfestellungen gibt“.






