Wednesday, 21. October 2015 08:32 Alter: 2 yrs

Mitgliederversammlung der Katholischen Familienheimbewegung

 

20. Oktober 2015

PRESSEMITTEILUNG

 

Mitgliederversammlung der Katholischen Familienheimbewegung:

Kostentreiber beim Bauen und Wohnen eindämmen

 

Münster. Die ständige Kostensteigerung beim Bauen und Wohnen wurde anlässlich der Mitgliederversammlung der Katholischen Familienheimbewegung am 20. Oktober in Münster diskutiert. Die Interessenvertretung vertritt rund 20.000 Mitgliedsfamilien in den fünf NRW-Bistümern und wurde 1953 von katholischen Priestern und Laien gegründet, um Familien bei der Wohneigentumsbildung zu unterstützen.

Ursächlich für die Kostensteigerung beim Bau sind vor allem gestiegene Qualitätsanforderungen, wie Anforderungen an die Energieeffizienz, Brand- und Schallschutz sowie kommunale Auflagen. Hinzu kommen ordnungsrechtliche Vorgaben, die Grunderwerbssteuererhöhung in NRW und die gestiegenen Baulandpreise in angespannten Wohnungsmärkten.

Lt. einer Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. aus Kiel sind so die Baukosten seit dem Jahr 2000 allein durch ordnungsrechtliche Vorgaben um 24.000 Euro je Wohnung gestiegen.

 

„Diese Kostentreiber erschweren natürlich auch den dringend benötigten Bau von bezahlbaren Wohnungen in Deutschland. Angesichts der Flüchtlingssituation in Deutschland ist eine Bautätigkeit gefordert, die mit der Wohnungssituation nach 1949 nahezu vergleichbar ist, so Andreas Hesener, Geschäftsführer des Verbandes. Hesener forderte ein „herunterfahren der ordnungsrechtlichen Forderungen und Auflagen sowie Augenmaß bei der Anforderungen im Bereich der Energieeffizienz. Wir fordern keinen Billigbau, aber bezahlbaren Wohnraum für Mieter und Eigentümer“, so der Verbandsgeschäftsführer.

 

„Auffällig bei den Wohnkosten ist zurzeit die Grundsteuer B, die jedes Jahr von einer Vielzahl von Kommunen in NRW drastisch erhöht wird, damit die klammen kommunalen Haushalte aufgebessert werden. Das belastet Eigentümer und Mieter gleichermaßen“, so Hesener. Hesener schlug in diesem Zusammenhang die Abschaffung des Solidaritätszuschlages bei gleichzeitiger Einführung eines „Kommunal-Solidaritätszuschlages“ vor, um die Finanzmittel in Ost und West gerechter zu verteilen. 

 

Der 1. Vorsitzende des Gesamtverbandes, Reinhard Stumm (Bergheim) berichtete über die positive Mitgliederentwicklung, die der Verband in den vergangenen zwei Jahren zu verzeichnen hat.

 

„Wir stellen fest, dass der Wunsch der Familien nach familiengerechten Wohnen im Eigentum ungebrochen ist. Die Entwicklung des Vereins bestätigt uns das, so Reinhard Stumm. Im Berichtszeitraum 2014 bis zum Termin der heutigen Mitgliederversammlung sind 1940 Familien dem Verein neu beigetreten – eine beeindruckende Zahl. Damit findet die Arbeit unseres Verbandes eine große Akzeptanz bei den Familien und bestärkt uns, weiter für die Wohneigentumsbildung einzutreten“, so der Verbandsvorsitzende abschließend.  

 


 


Aktuelles:

21.03.17 11:00

Heizungen in Nordrhein-Westfalen nur selten optimal eingestellt

Heizanlagen in NRW belegen laut Bundesländer-Vergleich von co2online drittletzten Platz /...


21.03.17 10:54

Bauvertragsrecht: neu geregelt

Bauvertragsrecht: neu geregelt

 

Nach langerjähriger Beratung von Politikern, Ministerien und der...


10.01.17 12:04

Pressemitteilung vom 03.01.2017 KfW :

Bundesbauministerium und KfW:

2017 mehr Förderung für Einbruchschutz und Barrierefreiheit in den...


29.11.16 12:52

Wir sind 20.000 !

Ulrike Cormann aus Neuenrade ist das 20.000 Mitglied der Katholischen Familienheimbewegung. Frau ...


26.04.16 12:49

Verbandstag 2016 der Katholischen Familienheimbewegung e.V. in Münster

Eigentum als Altersvorsorge. Interessenverband diskutiert die Zukunft des Wohneigentums. ...


20.04.16 08:58

LG Stuttgart gibt Klage einer Bausparerin gegen Kündigung ihres Bausparvertrages durch die Bausparkasse statt

Der u .a. für Bankrecht zuständige 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart der Berufung...