Siedlergemeinschaft Werne



Werne - Ihr 50-jähriges Bestehen feierte am Samstag die Katholische Siedlergemeinschaft Werne.

"Von den elf Gründungsmitgliedern sind noch sieben dabei", freute sich Alfred Braun.

Der Vorsitzende der Katholischen Siedlergemeinschaft Werne zog bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinschaft am Samstag im Pfarrheim Maria Frieden eine positive Bilanz. 

Urkunde und Nadel

Geschäftsführer Andreas Hesener der Landesgeschäftsstelle der Katholischen Familienheimbewegung, zu der die Siedlergemeinschaft gehört, ehrte die langjährigen Mitglieder des Vereins. Er überreichte 15 Mitgliedern eine Anstecknadel und eine Urkunde für ihre 50-jährige Mitgliedschaft, vier der Anwesenden wurden für ihre 25-jährige Treue zum Verein belohnt.

Gegründet wurde die Siedlergemeinschaft ursprünglich von elf Kolpingbrüdern, die sich gegenseitig bei dem Bau ihrer Häuser helfen wollten.

Stall auf Rollen

Vorsitzender Braun erinnerte sich an die Zeit vor 50 Jahren zurück, als die ersten Siedler ihre Häuser rund um die Kirche Maria Frieden bauten. "Damals mussten wir die Baugrube noch mit dem Spaten ausheben", erklärte er.

Braun sprach über die ungewöhnlichen Auflagen, die ein Bauherr erfüllen musste, wenn er einen staatlichen Zuschuss bekommen wollte. "Der Garten musste wirtschaftlich genutzt werden, man musste Gemüse anbauen, zum Beispiel Kartoffeln", so Braun. Außerdem hatten viele der Häuser das Badezimmer auf dem Hof; wenn es doch eins im Haus gab, war es viel kleiner als heute.

Es war Pflicht, Vieh in einem Stall im Garten zu halten. "Viele hatten Rollen unter den Kaninchenställen. Wenn die Kontrolleure weg waren, wurde der Stall wieder zum Nachbarn rüber gebracht", erklärte Braun einen Trick.

Tappe gratulierte

Was als Selbsthilfegruppe angefangen hat, ist heute zu einem "ADAC für Hausbesitzer" geworden, wie Geschäftsführer Hesener erläuterte. Die Katholische Familienheimbewegung sei in Nordrhein-Westfalen in fünf Bistümern vertreten und zähle mittlerweile 13 000 Mitglieder.

Hesener ließ es sich nicht nehmen, zum Jubiläum die Ehrung der Mitglieder zuübernehmen, weil die Siedlergemeinschaft Werne "die älteste und größte ist", was Hesener mit sichtlichem Stolz verkündete. "Wir begleiten Familien bis ins eigene Haus", erklärte er eine der Aufgaben, die die Familienheimbewegung wahrnimmt.

Als Gratulant erschien Bürgermeister Rainer Tappe.

Die Mitglieder ließen den Nachmittag gemütlich bei Kaffee und Kuchen ausklingen. - son

Die Jubilare: 50 Jahre: Ursula Vorspohl, Hanni Kohne, Erich Neuhoff, Ingeborg und Heinrich Dahlmann, Luise und Josef Alfermann, Hildegard und Karl-Heinz Bergmann, Elke und Paul Peters, Irmgard und Walter Thiesen, Klara und Alfred Braun; 25 Jahre: Else Bergmann, Johann Höinghaus, Hilde und Anton Klute.

Montag, 10. Oktober 2005  |  Quelle: Ruhr Nachrichten (Werne)

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